Deep Fried Fish
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Kennt ihr diese Frau aus Shining? Die, die immer schreit und ächzt, wenn sie Jack Nicholson sieht? Und die, die ihm einfach nichts entgegenzusetzen hat? Ja?
Genau. Die bin ich nicht.

Ich bin ein Tiefseefisch.

Ne.

Quatsch, bin ich auch nicht.

Aber das Theater ist ein Zaubertrick. Hier drinnen gibt es nämlich genau zwei Möglichkeiten, eine Person zu sein. Entweder die Frau aus Shining oder ein Tiefseefisch.

Aber was passiert, wenn das Theater plötzlich leer ist? Wo sind die beiden dann hin?

Hallo?
Halloooo?

Ist hier jemand?

Ist hier eine*r im Theater?

Komisch, komisch. Alles leer.

hm.

Schade.

(Ich möchte Kunst von Frauen schlecht finden können, weil ich aufhören kann, mich darüber zu freuen, Kunst von Frauen zu sehen, weil es stinknormal geworden ist und im Theater eine Männerquote eingeführt wurde, damit die nicht zu kurz kommen.)

DEEP FRIED FISH ist eine hybride Performance zwischen Film und Bühnengeschehen. Im Mittelpunkt steht Marieluise Fleißers Werk DER TIEFSEEFISCH, in dem sie sich mit Beziehungen mit toxischen Männern im Kulturbetrieb auseinander gesetzt hat.  Das Stück hatte im September 2020 im Forum der HfMT Hamburg Premiere.

REGIE: Katharina Grosch / BÜHNE: Martha Szymkowiak / KOSTÜM: Sina Manthey / LICHT: Johanne Holten / DRAMATURGIE: Emma Ulrich und Katharina Grosch / SZENOGRAFIE: Sina Manthey / KAMERA: Konstantin Münzel / KAMERA ASSISTENZ: Elias Geissler / TON: Julius Brauer / SOUND DESIGN: Jonathan Hamann / MIT: Emma Ulrich (Bühne und Film), Franziskus Claus, Luis Krummenacher und Luc Schneider (Film) / DANKE AN Johann Wagner und David Thibaut

Aufführungsrechte: Suhrkamp Theaterverlag

Fotos von Tillman Engels

Deep Fried Fish